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Was Sie schon immer über´s Holz wissen wollten

Brennholzgemisch - Für und Wider

Als Kunde haben Sie bei einigen Anbietern sicherlich schon Brennholzgemisch im Angebot entdeckt? Aus forstwirtschaftlicher Sicht ist daran nichts auszusetzen, denn der Mischwald - dieses Holz stammt meist aus Mischbeständen - ist beinahe eine Idealform. Im Mischwald sind Probleme forstwirtschaftlicher Natur leichter handhabbar - von der Ästhetik ganz abgesehen.

Beachten sollten Sie jedoch beim Kauf von Brennholzgemisch, daß jede Holzart (!) unterschiedliche Trocknungszeiten hat - zudem noch abhängig von der Größe der Holzstücke und den Umgebungsbedingungen am Holzlagerplatz. Da aber der Heizwert des Holzes vom Wassergehalt bzw. der Restfeuchte des Holzes abhängig ist (s. u.), sollten Sie unbedingt darauf achten, daß das Holzgemisch erst verheizt wird wenn das Holz mit der längeren Trockenzeit lufttrocken ist!

Was bedeutet dies? Haben Sie beispielsweise ein Birke-Eiche-Gemisch gekauft, dann sollten Sie das Holz vernünftigerweise frühestens dann verheizen wenn die enthaltene Eiche lufttrocken ist! Eiche hat eine längere Trocknungszeit als Birke (Eiche zweieinhalb bis drei Jahre, Birke eineinhalb Jahre). Wenn Sie das nicht tun, verschwenden Sie unweigerlich einen größeren Teil des Holzes als notwendig um die überschüssige Wassermenge zu verdampfen bzw. das nassere Holz am Brennen zu halten. Das bedeutet letztendlich, daß die Energieausbeute bzw. die effektive Heizleistung geringer ist. Oder anders ausgedrückt, es wird mehr Wärme mit dem Wasserdampf - aus dem Holz stammend - ins Freie geleitet.

Sollte Ihr Anbieter Sie nicht darauf aufmerksam gemacht haben, so hat er Sie schlecht beraten!

Wie trocken ist trocknes Holz?

Bei einer Restfeuchte von maximal 20% kann das Brennholz als trocken bezeichnet werden - richtigerweise lufttrocken. Da Holz hygroskopisch ist - die Fähigkeit Wasser (aus der Luft) wieder aufzunehmen - wird sich der Wassergehalt im Holz der Umgebung(sfeuchte) am Lagerort anpassen - ähnlich einem Schwamm. Damit ist die Holztrocknung quasi umkehrbar.

Der Schornsteinfeger (hier vorort) empfiehlt nur Holz ab 18% Restfeuchte und weniger zum Heizen zu nutzen! Daher wird Ihnen hier nur Holz mit max. 18% Restfeuchte als trocknes Holz angeboten; bei einer höheren Restfeuchte erhält das Holz den Status "vorgetrocknet". Für eine schadstoffarme bzw. (beinahe) vollständige Verbrennung sind aber noch weitere Aspekte beim Heizen mit Holz zu beachten.

Die folgende Tabelle zeigt den Heizwert in Abhängigkeit vom Wassergehalt.

Wassergehalt in % 10 15 20 30 40 50
Heizwert in KWh/Kg 4,6 4,3 4,0 3,4 2,9 2,3

Quelle: Schornsteinfeger in OWL

Maßeinheiten für Holz

Hierzu gibt es im wesentlichen drei Maßeinheiten (die mir bekannt sind): f  1 Kubikmeter = 1m Länge x 1m Breite x 1m Höhe

Wußten Sie, daß ...

der Heizwert von 1000 l Heizöl einem Heizwertäquivalent von

entspricht?

Oder andersherum gerechnet; ein Raummeter trocknes Laub(hart)holz hat einen Heizwert wie ca.

Heizwerte einiger heimischer Hölzer

Die Werte in der folgenden Tabelle sind lediglich Richtwerte! Es ist der Heizwert in kWh pro Raummeter der jeweiligen Holzart bei einer Restfeuchte von 20% angegeben.

Baumart Heizwert [kWh/rm]
Robinie 2040
Eiche 1890
Esche 1870
Buche 1850
Birke 1810
Ahorn 1675
Lärche 1670
Kiefer 1570
Weide 1440
Erle 1400
Tanne 1370
Fichte 1300
Pappel 1110

Quelle: Ing. Herbert Lammer, Regionalenergie Steiermark

Der Heizwert pro kg beträgt für

g Quelle: http://www.laubag.de/Lexikon/lex_begr_af.htm - dieser Link ist defekt, daher inaktiviert
h Umrechnung 1J = 277,8kWh*10-9

Die unterschiedlichen Heizwerte pro Raummeter resultieren aus den unterschiedlichen Dichten der Hölzer und damit den unterschiedlichen Strukturen bzw. Zusammensetzungen !

Sollten Sie im Internet oder anderswo höhere Heizwerte ausfindig machen, so können das Heizwerte bei einer geringeren Restfeuchte sein, oder es handelt sich um den sog. oberen Heizwert. Der obere Heizwert gibt die Wärmemenge an, die bei einem Wassergehalt von Null Prozent frei wird. Das bedeutet, wer mit gut getrocknetem Holz heizt hat eine höhere (Wärme)Ausbeute, verbraucht dadurch weniger Holz und schont damit auch seinen Geldbeutel!


Eine informative Übersicht zum Thema "Brennstoff Holz" enthält u. a. Heizwerte einheimischer Hölzer, den Heizwert in Abhängigkeit vom Wassergehalt, das Heizwertäquivalent Heizöl-Holz sowie Maßeinheiten und Umrechnungsfaktoren für (Brenn)Holz.

Holzasche gegen sauren Boden

Verbrennungsreste gegen sauren Boden

Freiburg. Holzasche aus Biomasse-Heizwerken gehört zurück in den Wald. Zu diesem Ergebnis kamen Bodenkundler der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) aus Freiburg nach sechs Jahren umfangreicher Untersuchungen. "Die Brennraumasche aus den Holzheizwerken hat eine sehr positive Wirkung auf den pH-Wert des Waldbodens", erlaütert Jürgen Schäffer, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der FVA. Die Asche sei basisch und könne damit der Bodenversauerung entgegen wirken. Eine regelmäßige Düngung des Waldbodens mit Kalk ist in Baden-Württemberg gang und gäbe.

Bisher ist das Ausbringen der Asche allerdings nach der Düngemittelverordnung verboten. Noch müssen die Betreiber ihre Rückstände für viel Geld deponieren. Allein in Baden-Württemberg sind das rund 20.000 Tonnen im Jahr. Mit einer Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen rechnet Schäffer Anfang nächsten Jahres: "Ab 2003 können dann die organisatorischen und logistischen Bedingungen für die Bodenschutzkalkung mit Holzasche geregelt werden." Selbstverständlich kämen dafür nur die Verbrennungsreste von unbelasteten Waldholz in Frage, ergänzt der Bodenkundler.
veröffentlicht in Neue Energie 12/2002 S. 118

Nachhaltige Waldwirtschaft - was ist das?

Die Antwort hierzu finden Sie "zwischen den Zeilen" des nachfolgenden Artikels; dort wird das Gegenteil einer nachhaltigen Forstwirtschaft beschrieben:
"Die Technik erschreckt: Alle 30 Sekunden greift eine Planierraupe eine 20 Meter hohe Fichte, sägt sie ab und lässt sie auf einen Stapel krachen. "Wir machen alles platt"grinst Ramil Sainejew, dessen Brigade in einer Schicht über 200 Fichten absägt. Solche Szenen wiederholen sich täglich entlang des Flusses Dwina im nordrussischen Gebiet Archangelsk. Nach Meinung von Umweltschützern schlagen die Arbeiter einen der letzten Urwälder Europas kahl, um den Holzbedarf in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern zu decken.

Nur wenige Russen schert der Schaden am 15000 Quadratkilometer großen Waldrevier, einem der letzten europäischen Rückzugsgebiete des Braunbären. Tief wurzelt der Glaube, Russlands Naturschätze seien unerschöpflich. "Ich habe nie von Schutzplänen gehört", sagt Waldarbeiter Anatoli Spitzin, der Frau und Kind von 2500 Rubel (90 Euro) monatlich ernähren muß. "Wenn jemand die Arbeit stoppen will, muss er uns umsiedeln. Schließlich ist das unser Lebensunterhalt."

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft westlichen Firmen vor, mit Holz aus Russland Geschäfte zu machen, ohne sich um die Natur zu kümmern. Deutschland bezieht laut Greenpeace jährlich Holz und Papier für mehr als 280 Millionen Euro aus Russland. Im April wird ein Gipfeltreffen der Vereinten Nationen den Erhalt der letzten Urwälder zum Thema machen.

"Es ist normal, dass der Westen Russland als Rohstoffquelle sieht. Schädlich ist, wenn er dabei nicht an die Zukunft denkt", sagt in Moskau Alexej Jablokow, der unter Präsident Jelzin Umweltschutzberater war. Experten schlagen vor, das Waldmanagement internationalen Standards anzupassen und Zertifikate des Forest Stewardchip  Council einzuführen, das als Nachweis für ökologische Waldnutzung gilt. Dafür müßte Russland anfangen, langfristig zu denken, so Jablokow. Doch unter Präsident Putin sei Umweltschutz noch weiter hinter die Wirtschaftspolitik zurückgefallen als unter Jelzin. Rettung für die Wälder erhoffen Umweltschützer vom Verbraucherbewußtsein auf den westlichen Märkten."
Nick ALLEN, dpa
(veröffentlicht in Thüringer Allgemeine vom 28./29. März 2002, Rubrik Globus)

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